Freigeist

 

die Hingabe von Kunst im Raum des Reichtums und der Umgang mit sich selbst

 

 

wahrnehmbare Eigenschaften ergründen

wirkungsvolle Eigenheiten erkennen

durchdringende Eigenarten dulden 

wahrhafte Eigenverwirklichung stützen

verselbstständigendes Eigenleben meiden

willkürliche Eigengefühle verdrängen

unvollkommene Eigengedanken zerstören 

 

Das Aufstehen


für heute reicht es
doch morgen reicht es nicht
denn es reicht heute das Morgen nicht
morgen reicht das Heute auch nicht
aber Heute, Morgen und Übermorgen
zu doch für den heutigen Morgen

 

Das ist nur meines


Aber ist es deines gleich
Denn gleich meines wäre deines
So könnte deines auch meines
Sollte meines nicht deines
Dann wäre deines gleich meines
Doch deines würde ich teilen

 

Die Liebe in Buchstaben

 

diese Buchstaben gestaltet nicht
das Wort beschreibt nicht
und dieser Satz vermag nicht auszusagen
was das Buch der Liebe erklären kann
aber wer geschrieben das Buch der Liebe
in Sätzen, um auszusagen
in Worten, um zu beschreiben
und in Noten, um zu gestalten

 

Der berauschende Verfall


kraftvoller Einfluss des stimulierenden
ein starker Ausdruck von Teilnahmslosichekit
steigender Einfluss des wahrnehmbaren
ein beständiger Ausdruck von Wirkungslosichkeit
unvermeidbarer Einfluss des ungewollten
ein unverhältnismäßiger Ausdruck von Kraftlosichkeit

 

Die Bedrängnis


In der Lüge ungezwungen
doch in Wahrheit
ihrer verfallen


im Trugschluss eigener Empfindung sucht Verschluss seine Handlung
dessen Umsetzung ein Gedanke von Stillstand des Lebensgefühls
entgegen Gestallt annehmende Überwindung haltloser Distanz


zum unbewussten Prozess bedacht die Freigabe der Wahrheit
im Ausschluss des Gegenübers sein Einklang zur Geltung
für seines bewusst und dessen selbst


von Entbindung jener Lüge zum erhalt gegebener Wahrheit
ist Empfindung von Anerkennung kein Bedürfnis zu Aufschluss
doch Befindlichkeit eines für, stehts in Beständichkeit


Der Erflog in Wahrheit ein Trug in Zeit verbraucht
eines jenen Dank der Umstand in Geringschätzung
doch befreit Dank Umstand jenes Wertschätzung


eine Lüge der Zugang zur Wiederkehr
in ihr gefangen um zu flüchten
auf dass die Durchsetzungskraft von Unvermeidbarkeit …

 

Die Eins zur Zwei


aus Zwei wird nie wieder Eins
denn Eins ohne Zwei
wie Zwei gleich Eins
die Eins gleicht nie der Zwei
denn die Zwei ohnegleichen der Eins
so wird ohnegleichen aus Eins Zwei

 

Der Lebensweg


Eine Metapher über
seines Lebens eigene Entscheidung


Die umstandslose Beschreitung


Der umgebene Wald ist angenehm feucht
Die umgebene Wüste ist immer trocken
Das umgebene Gebirge ist zu kalt
Die umstandslose Feuchtigkeit ist angenehm hell
Die umstandslose Trockenheit ist zu dunkel
Aber der Kälte schenke ich keine Wärme

Die Beschreitung des Umstandes


Der Umstand des Waldes ist immer angenehm zu feucht
Der Umstand der Wüste ist immer zu trocken
Der Umstand des Gebirges ist zu immer kalt
Dem Beschreiten der Feuchtigkeit ist es angenehm hell
Dem Beschreiten der Trockenheit ist es zu dunkel
Und der Kälte entgegne ich keine Wärme


Der Umstand Beschreitung


Der Beschreitung des Waldes ist es immer zu angenehm feucht
Der Beschreitung der Wüste ist es zu immer trocken
Der Beschreitung des Gebirges ist es immer zu kalt
Der Umstand Feuchtigkeit ist angenehm hell
Der Umstand Trockenheit ist zu dunkel
Doch mit der Kälte teile ich die Wärme

 

und die Werdung des Dritten


Das Bedürfnis von Eingebung durch mehr
Das Verhältnis von Potenzial zum gesamten
Der Nutzen von Ausstrahlung eines werdenden
Die Fügung von Handlung ein begleichendes
Die Versuchung von Übertragung des bestehenden
Die Wahrnehmung von Interpretation für dass,
die Bereicherung von Vollendung alles ist

 

eine Interpretation des Sieges

 

Der unerhaben Sieg


kein Sieg zu gewinnen
denn unerhaben eine Niederlage
ein Verlust der Verlierer
keine Bereicherung des Siegers
eines Verlierers Bereicherung
der gekonnte Sieg

Die gekonnte Niederlage


keine Niederlage zu verlieren
denn gekonnt ein Sieg
ein Gewinn der Sieger
eine Bereicherung des Verlierers
keines Siegers Bereicherung
die unerhabene Niederlage


Das gewollte Remis


kein Unentschieden die Hand zu reichen
denn gewollt eine Entscheidung
ein Entschluss das Remis
reine Bereicherung des Gegners
eines Gegners Bereicherung
die gewollte Entscheidung

 

Nun doch oder jetzt


jetzt nicht, oder nun doch
dass für und gegen
eines Nun doch oder jetzt
dann nun jetzt und oder doch
so für jetzt das nun und gegen doch das oder
wenn nun und oder zu doch und jetzt

 

Der Raum zum Tanzen


Ein Bedürfnis zu rennen in
seiner Haltung zum Stehen
um in dessen Geltung zu tanzen


in dem Moment ein Erlebnis von Anerkennung zu Geltung
in dem Drang nach Leistung ein Gewinn durch Fügung
in dem Beschleunigen einer Kraft ein Zustand zur Trennung
in dem Widerstand ein Prozess von Erkenntnis zu Erfahrung
in dem Verwirklichen ein Weichen von Gewissheit durch Beugung
in dem Verlust eine Lösung von Einklang zu Ausklang
in dem Sieg durch Abschluss ein Bedürfnis zum Erfolg


der Moment im Einklang des Sieges durch Gleichgewicht dessen
der Gewinn im Weichen von Drang ein Erheben meiner
das Zusammenführen von Leistung ein Erlebnis im Verhältnis seiner
die Lösung vom Prozess ein Bedürfnis von Erfahrung unserer
das Ergebnis von Gewissheit im Zustand des Geistes derer
die Hinführung ein Zusammenhalt in Lösung zum Verlust jener
der Erfolg in Beständichkeit durch den Abschluss eines Gedanken


Ein Moment der Ungewissheit in Fügung zum Bedürfnis
sollte durch Gleichgewicht im Geist ein Verwirklichen von Erkenntnis.
Im Zustand der Zusammenführung ein Lösen vom Drang
kann durch Weichen in Beständichkeit ein Zugang zum Erfolg.
Um Erlebnis der Geltung vom Gefühl im Gewinn
darf durch Verschluss der Sieg in Gewissheit den Abschluss nicht
in seinem Freiheits und Rechtsdrang einer gesellschaftlichen Ordnung widersprechen.

 

 

ein Kunstwerk ist in Gänze mehr als nur oder auch, 

sondern Eins wird zu nicht ist jemals nur 

 

Julius Felix Röttgen